Netzwerk

Das Netzwerk-Menü bündelt die Infrastruktur-Seite von ThinForge: die Server-Interfaces, DHCP für das Booten neuer Geräte, DNS und den PXE-Boot. Die Ansicht ist in vier Tabs gegliedert: Lokales Netzwerk, DHCP / DNSMASQ, DNS und PXE Boot. Den Fernzugriff per VPN findest du im eigenen Menüpunkt VPN.

Lokales Netzwerk

Zeigt alle Netzwerk-Interfaces des Servers mit aktueller IP, MAC-Adresse und Link-Status. Im Alltag ist das vor allem eine Übersicht — etwa um zu sehen, über welches Interface der Traffic läuft, oder um vor einem Rollout zu prüfen, dass das Management-Interface online ist.

Hinweis: Das Anpassen der Interface-Konfiguration ist ein Admin-Schritt und wird normalerweise schon bei der Erstinstallation erledigt.

DHCP / DNSMASQ

Hier konfigurierst du das Management-Subnetz und die DHCP-Vergabe, über die neue Geräte ihre IP bekommen.

FeldBedeutung
SubnetzCIDR des Management-Netzes, z. B. 192.168.10.0/24
Gatewayüblicherweise die ThinForge-Server-IP; hier lässt sich auch eine interne Firewall als Gateway eintragen
DNSUpstream-DNS für die Clients
Rollout-IP-RangePool, aus dem Geräte beim PXE-Boot eine temporäre IP bekommen
Lease-TimeGültigkeit der IP-Zuweisung, Standard 12 Stunden (Format z. B. 12h oder 1d)
Domain-Suffixoptional, z. B. .thinforge.local

DHCP-Adressen werden nur an bekannte (im System angelegte) Clients vergeben — unbekannte Geräte werden ignoriert. Ein Gerät muss also zuerst in der Clients-Liste angelegt sein, bevor es per DHCP/PXE bootet. Im Bereich Leases siehst du die aktuell vergebenen IP-Adressen (MAC, IP, Hostname, Ablauf) — praktisch, um zu prüfen, ob ein angelegtes Gerät eine IP bekommen hat.

DHCP-/DNSMASQ-Konfiguration
Der DHCP/DNSMASQ-Tab: Adressbereich, Gateway, Leasezeit und statische Reservierungen.

DNS

Zwei Einstellungen:

  • Upstream-DNS — welche externen DNS-Server befragt werden, wenn ein Name nicht lokal bekannt ist. Für Außenstellen oft ein zentraler Firmen-DNS.
  • Lokale Domain — die interne Zone (z. B. thinforge.local), die Clients automatisch als Such-Suffix erhalten.
Empfehlung: Lass den ThinForge-Server als DNS-Server der Clients eingetragen (Standard) — er löst die lokale Domain auf und leitet alles andere an den Upstream-DNS weiter. Zeigen die Clients direkt auf einen externen DNS, scheitert die lokale und VPN-interne Namensauflösung.
DNS-Einstellungen
Der DNS-Tab mit Upstream-Resolvern und lokaler Domain.

PXE Boot

Dieser Tab bündelt die Boot-Infrastruktur und die Boot-Modi aller Clients an einer Stelle. Oben zeigen drei Statuskarten, ob der TFTP-Dienst läuft und ob die PXE-Boot-Dateien sowie das Clonezilla-Abbild (für Capture/Deploy) bereitliegen — fehlt etwas, lässt sich Clonezilla direkt herunterladen oder als ISO hochladen.

Darunter sind alle Clients nach Gruppe gruppiert aufgelistet, je mit Hostname, aktuellem Boot-Modus, zugewiesenem Image und Konfigurationsdatei. Pro Client lässt sich der Boot-Modus direkt setzen — auf Lokal zurücksetzen, eine Capture anstoßen oder die Boot-Config löschen. Es sind dieselben Boot-Modi wie in der Clients-Detailansicht, hier nur zentral für alle Geräte auf einen Blick.

Bootet ein Gerät nicht, ist die häufigste Ursache, dass es noch nicht angelegt ist — unbekannte MAC-Adressen bekommen kein DHCP und damit keine Boot-Kette.

PXE-Boot-Konfiguration
Der PXE-Boot-Tab für die Netzwerk-Installation neuer Thin-Clients.

VPN

Für den sicheren Zugriff auf Clients außerhalb des lokalen Netzes — Außendienst, Home-Office, Filialen — nutzt ThinForge ein VPN. Es hat einen eigenen Menüpunkt: alles dazu findest du auf der Seite VPN.

Außenstellen

Bei mehreren Standorten mit je eigenem lokalem Netz verbinden sich die Clients meist per VPN zur Zentrale. Empfohlen:

  • Eine eigene Gruppe pro Standort.
  • BitTorrent-Rollout statt Unicast — Geräte einer Filiale verteilen die Daten intern untereinander.
  • Multicast nicht über VPN — Multicast funktioniert nur im lokalen Netz.